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lechuza pon mit erde mischen

Hallo Jessica,

auch wenn du den Titel so gewählt hast, dass es hier eigentlich um Lechuza Pon geht, stellt sich für mich eher die allgemeinere Frage nach dem Substrat. Ich hatte ja früher mal geschrieben, dass ich mir über den Winter - nicht zuletzt angeregt durch die lebhafte Diskussion, die ich an anderer Stelle mit Karin geführt hatte - ein paar Gedanken zum Thema Substrat gemacht habe.

Zunächst mal möchte ich dazu sagen, dass Karin grundsätzlich mit ihrer Aussage recht hatte, dass das Substrat den Pflanzen erstmal dazu dient, mit den Wurzeln einen Halt zu finden. Jedes Substrat, das diese Möglichkeit bietet, ist für Pflanzen geeignet (die Natur zeigt, dass Pflanzen an den unmöglichsten Stellen wachsen).

Wenn man allerdings das Substrat in einer Einheit mit Wasser und Dünger betrachtet, merkt man sehr schnell, dass
- einige Substrate besser und andere schlechter geeignet sind,
- einige Substrate deutliche Vorteile, andere Nachteile haben, was die Speicherung von Wasser und Düngergaben haben,
- einige eine gute Drainage bieten, andere eher zur Staunässe neigen,
- einige locker und strukturstabil bleiben und damit langfristig die Wurzeln mit Sauerstoff versorgen können, andere eher dazu neigen zu kompaktieren und zu verklumpen und so die Sauerstoffzufuhr abklemmen.

Mineralischen Substraten (dazu gehören neben Lechuza-Pon, Seramis auch gebrochener Blähton, Lava, Bims, Perlit, letztlich auch Kieselsteine oder gebrochener Styropor) bieten eine exzellente Drainage, sind strukturstabil und locker, lassen also Sauerstoff an die Wurzeln und lassen sich sogar wiederverwenden. Also nahezu alle Vorteile, die man sich wünscht, aber leider auch einen Nachteil...

Das Problem der mineralischen Substrate ist, dass die meisten zu wenig Wasser zu kurz speichern können. Insbesondere im Sommer müsste man 2-3 mal am Tag wässern. Für Berufstätige ist das nicht zu leisten. Bei Seramis und wohl auch Lechuza-Pon hat man anscheinend versucht, diesen Nachteil bis zu einem gewissen Grad auszugleichen. Von Seramis weiß ich, dass es ungefähr dreimal mehr Wasser speichern kann als Lava, gebrochener Blähton oder Bims und auch nicht so schnell austrocknet. Der Nachteil von Seramis (und auch Lechuza-Pon) ist der Preis.

Meine Überlegungen im Winter sind also dahin gegangen, als Grundlage ein mineralisches Substrat zu nehmen. Ich benutze zur Zeit 70-80% gebrochenen Blähton (für Sämlinge benutze ich Seramis bzw. den Lavasplitt, der im Winter als Streusalzersatz verkauft wird). Um den Nachteil der vergleichsweise geringen Wasserspeicherfähigkeit auszugleichen, benutze ich grobes einigermaßen strukturstabiles organisches Material. Hierzu gehören Pinienrinde, Torf und auch Kokohum.

Nachdem ich dieses Substrat hergestellt hatte, waren meine Beobachtungen folgende: beim Gießen fließt das Wasser extrem schnell ab. Staunässe kann also mit dem Substrat nicht entstehen, egal wie viel ich gieße. Das ist eine großer Vorteil, wenn ich an eine Urlaubsvertretung (oder bei Dienstreisen meine bessere Hälfte big_smile ) denke. Allerdings muss ich jeden Tag gießen, am besten reichlich und einfach großzügig mit einer Brause.
Da das Wasser gut abfließt, gilt dasselbe auch für Dünger. Die Konsequenz ist, ich kann auch reichlich düngen (zumindest ist das erstmal meine Annahme, die in dieser Wachstumsperiode zu überprüfen wäre). Also alles in allem scheint dieses Substrat in dieser Zusammensetzung erstmal nur Vorteile zu haben. Ich vermute sogar, dass man bei diesem Substrat auch hartes Leitungswasser einsetzen könnte, denn der Kalk fließt ja genauso ab wie Wasser und Dünger und hat gar keine Zeit, auf dem Substrat die hässlichen weißen Ränder zu bilden.

Du hast noch den pH-Wert angesprochen. Da hatte ich zunächst auch Bedenken. Teilweise sind die mineralischen Substrate leicht alkalisch, was die meisten Palmen nicht wirklich mögen. Beim Gießen mit weichem Wasser hingegen kann der pH-Wert schon mal schlagartig in den sauren Bereich umschlagen. Wenn man düngt, müssen die Pflanzen einen weiteren pH-Wert "ertragen".
Mein Fazit bisher: es scheint den Pflanzen nichts auszumachen.

Bzgl. des pH-Werts von Kokohum fällt mir eigentlich nur ein, dass Kokohum wahrscheinlich den pH-Wert nicht wirklich gut puffern kann (wie z.B. Torf). Wenn man also hartes Wasser verwendet, kann das schon sein, dass der pH-Wert relativ schnell in den alkalischen Bereich umkippt. Das macht er aber bei allen organischen Substraten früher oder später.

lechuza pon mit erde mischen

Source: https://www.palmenforum.de/viewtopic.php?id=3489

Posted by: washingtondrathey.blogspot.com

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